Afrikaner und Afroamerikaner
in der deutschsprachigen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts
Dunkelhäutige Leute spielen in der deutschsprachigen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts eine denkwürdige Rolle. Die Kolonialzeit nicht nur des Deutschen Reiches wirkt nach, was sich in zahlreichen Schriften zu den vormaligen deutschen Kolonien niederschlägt. Zugleich werden schwarzhäutige Akteure in zahlreiche Texte implementiert, teils weil sie für eine ursprüngliche menschliche Existenz, teils weil sie im Zusammenhang mit modernen kulturellen Phänomenen in den Blick geraten. Die deutschsprachige Literatur zwischen 1900 und 1933 führt schwarze Akteure in unterschiedlichen Rollen vor. Dabei spielt die Unsicherheit bei angemessenen Bezeichnungen eine auffallende Rolle. Zwischen dem despektierlichen „Neger“ und neutraleren Bezeichnungen wie „Afrikaner“ oder „Schwarzer“ gibt es zahlreiche Varianten, in denen aber immer noch die koloniale Diskriminierung erkennbar bleibt.

Autoren wie Karl Otten, Claire Goll, Alfred Döblin, Carl Einstein oder Klabund, aber auch Texte von Gustav Frenssen, Hans Grimm oder Lettow-Vorbeck prägen das Spektrum der deutschsprachigen Literatur der ersten dreißig Jahre. Die Texte dieser und anderer Autor/innen sollen im JUNI Magazin aufgenommen und reflektiert werden.
Das JUNI Magazin will die Rolle von schwarzen Akteuren in der Literatur, die Denkmuster, die damit verbunden sind, aber auch sprachliche Vorverständnisse thematisieren. Die Auseinandersetzung mit kolonialen Mustern in der Zeit soll rekonstruiert werden. Mit allen Schwächen und Errungenschaften, die dabei zu Tage treten.
Beiträge werden erbeten an die Redaktion zu Händen Walter Delabar, walter.delabar@t-online.de. Die Beiträge sollen im JUNI Magazin Ende 2027 erscheinen. Redaktionsschluss April 2027.
Das JUNI Magazin ist ein seit 1986 erscheinendes Non profit Projekt, mit einem thematischen Schwerpunkt in der deutschsprachigen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Honorare können leider nicht gezahlt werden. Probehefte können gerne zugestellt werden, Bitte anfordern. Ansonsten Infos zur Zeitschrift und den bisherigen Ausgaben unter www.juni-magazin.de.



