Literaturwissenschaftliche Recherchepraxis

Mit dem Ausbau der Informationsangebote, die im Internet zur Verfügung stehen, mit den neuen Studienformen und dem gewachsenen Druck, Informationen schnell und effizient zusammenzustellen, hat sich auch die literaturwissenschaftliche Recherchepraxis verändert. Das wird gelegentlich kritisch kommentiert und als Verlust von Recherchetiefe verstanden. Andererseits scheint es sinnvoller zu sein, den Umgang mit den neuen Informationsmitteln zu schulen und ihre Nutzung zu verbessern, um Fehlentwicklungen zu verhindern (etwa die falsche Einschätzung von Wikipedia, das nichts weiter als ein Konversationslexikon ist) . Die parallele Diskussion um das Plagiat, das durch die Netzkultur nehe gelegt werde, lenkt dabei von den eigentlichen Aufgaben in der literaturwissenschaftlichen Praxis ab.

Das vorliegende Projekt hat die Aufgabe, die Recherchepraxis, wie sie in der Literaturwissenschaft gegenwärtig Praxis ist, zu eruieren und kritisch zu diskutieren.

Der Fragebogen, der die Basis der Studie darstelt, ist fallbezogen. Verschiedene typische Fälle werden abgefragt und sollen im Gesamtzusammenhang von Fragestellung, Problem, Lösungsstrategie, Recherche und Verarbeitung resp. Anwendung der Informationen abfragbar machen.

Der Fragebogen ist anonym, es wird lediglich der Ausbilungsstand abgefragt.

Bitte laden Sie den beiliegenden Fragebogen, füllen Sie ihn bitte aus und schicken Sie ihn bitte per Brief oder Mail an: Walter Delabar, Ceciliengärten 40, 12159 Berlin, walter.delabar@t-online.de

Danke

Walter Delabar

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Projekte

Auf dieser Seite werden Projekte, an denen ich derzeit arbeite, vorgestellt und annonciert. Für den Fall, dass Sie - bei Sammelbänden - einen Beitrag beisteuern wollen, wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Herausgeber.
Transgression und Intermedialität – Die Texte von Kurt Schwitters
Tagung am 18.-20. März 2011 im Sprengel Museum Hannover

Kurt Schwitters (Hannover 1887–1948 Kendal) wird in der Öffentlichkeit und Forschung vorwiegend als bildender Künstler wahrgenommen. Wesentliche Faktoren wie die Typografie der von ihm herausgegebenen Publikationen, die Interaktion mit dem Publikum als Vortragskünstler und Sammler seiner Kritiken, die Grenzüberschreitung zwischen Text und Bild oder Poesie und Musik, der Zusammenhang zwischen dem bildkünstlerischen und literarischen Werk, die Stellung des Produzenten zum Werk sowie seine Arbeitsorganisation treffen auf wesentliche Aspekte der gegenwärtigen Theorie- und Methodendiskussion. Um die genauere Betrachtung dieser Aspekte soll es in der gemeinsamen Diskussion zwischen Vertreter/innen der Literatur-, Editions-, Kultur- und Kunstwissenschaft gehen.

Themenvorschläge bitte an: walter.delabar@t-online.de

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Eine brauchbare, anständige oder liebenswerte Literatur?

Autorinnen im frühen 20. Jahrhundert
JUNI Magazin 45/46

In ihrem berühmten Essay „A Room of Ones Own“ aus dem Jahr 1929 hat die englische Autorin und Essayistin Virginia Woolf die wichtigsten Bedingungen für die Emanzipation der Autorinnen benannt: Das ist das eigene Zimmer, der Raum für die Entfaltung des individuellen Sprechvermögens, das notwendig ist, um im öffentlichen Raum gehört und ernst genommen zu werden. Und eine minimale finanzielle Ausstattung, die es ihnen erlaubt, sich als Autorinnen zu professionalisieren.

Kontakt und Angebote an:
Gregor Ackermann, Augustastr. 60, 52070  Aachen, isabeloffergeld@hotmail.com
Walter Delabar, Gellertstr, 46, 30175 Hannover, walter.delabar@t-online.de



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